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Lohmühle



Das umfassend sanierte Baudenkmal "Lohmühle" - ein Stück niederrheinischer Stadtgeschichte, umfasst von modernen und funktionsgerechten Büroräumen - bietet ideale Arbeitsbedingungen und spiegelt die Ausrichtung unserer Kanzlei architektonisch in besonderer Weise wider.

Einstmals weithin sichtbar, auf baumlosem Ackerland zwischen Abteiberg und Bökelberg errichtet, ist der Mühlenturm heute, versteckt zwischen Bettrather Straße und Mozartstraße, selbst alten Mönchengladbachern unbekannt.

Im Jahre 1828 erbaut durch den Gerber Friedrich Wilhelm Deußen nach dem Vorbild niederländischer Turmwindmühlen "sechs Minuten fern von der Stadt, nächst dem nach Bettrath führenden Broich", diente die Lohmühle zunächst der Herstellung von Lohe, gemahlener Fichten- und Eichenrinde, die wegen ihres Gerbsäuregehaltes von den am wasserreichen Niederrhein zahlreichen Gerbereien nachgefragt wurde.

Um die Jahrhundertwende wurde der Mühlenbetrieb eingestellt und das Gebäude zweckentfremdet.

Im 2. Weltkrieg, als Reifenlager genutzt, traf eine Brandbombe die alte Mühle. Die Holzdecken und die schweren Balken verbrannten vollständig; nur die meterdicken Mauern überstanden den Luftangriff.

1957 gründete sich die "Turmgemeinde Mönchengladbach e.V." und baute mit Hilfe von Spenden aus der Mönchengladbacher Bürgerschaft sowie Unterstützung des Bistums und der Stadt die Ruine wieder für den Bund Neudeutschland auf.

Aus gebotener Sparsamkeit wurden jedoch bei der Restauration Baumaterialien verwendet, deren Eigenschaften die problematische Struktur des Mauerwerks verstärkten. Die Folgen der über die Jahrzehnte angestiegenen Mauerfeuchtigkeit waren Salzausblühungen, Schimmelpilzbildung, Frostschäden und Wurzeldruck. Auch die Substanz der deutlich jüngeren, kreisrunden Anbauten, die sogenannte "Mühlenburg", war von den Baumängeln des Turms befallen.

"Wie ein nasser Riese steht er da. Der Regen klatscht auf sein Haupt. Die Feuchtigkeit kriecht ihm die Füße hoch. Und er hat der Natur kaum etwas entgegenzusetzen. Er ist halt nicht ganz dicht - der Lohmühlenturm." Anschaulich beschrieb eine Lokalredakteurin der WZ den traurigen Zustand der Lohmühle.

Im Mai 1999 begutachteten die Architekten Offermann + Sillmanns aus Mönchengladbach die Mühle, entwickelten ein Sanierungskonzept und nahmen schließlich die Herausforderung ihrer Restaurierung an.

Ende 2001 wurde zunächst mit dem Wiederaufbau der Mühlenburg begonnen. An deren Stelle entstanden transparente, lichtdurchflutete Büroräume, die immer wieder überraschende Perspektiven auf den Mühlenturm bieten.

Im September 2002 konnten wir gemeinsam mit unseren Mandanten und Geschäftspartnern in der Mühlenburg die Einweihung der neuen Büroräume feiern.

Der Mühlenturm selbst musste weiter austrocknen und blieb zunächst ungenutzt. Inzwischen sind die aufwändigen Trocknungs- und Innenausbauarbeiten abgeschlossen; Ende 2003 haben wir das Baudenkmal Lohmühle vollständig bezogen.